Shirakami-Sanchi, Gebirgskette in der nördlichen Tohoku-Region, Japan.
Shirakami-Sanchi erstreckt sich über die Präfekturen Aomori und Akita und bewahrt den größten noch verbliebenen ursprünglichen Buchenwald Ostasiens in Höhenlagen bis 1243 Meter. Die Bäume bilden ein dichtes grünes Dach über steilen Hängen und schmalen Tälern, durch die klare Bäche fließen.
Die Buchenwälder überdauerten die letzte Eiszeit und blieben in ihrem natürlichen Zustand erhalten, während ähnliche Wälder im nördlichen Japan durch Entwicklung verschwanden. Die Anerkennung als Welterbestätte im Jahr 1993 half, das Gebiet vor weiteren Eingriffen zu schützen.
Der Name verbindet die Zeichen für Weiß und Gott und verweist auf die religiöse Bedeutung der bewaldeten Berge für die Bewohner der umliegenden Dörfer. Wanderer können heute auf ausgewiesenen Pfaden durch das ruhige Buchengrün gehen und dabei die vielen Bäche und kleinen Wasserfälle entdecken, die das Tal durchziehen.
Besucher müssen eine Genehmigung sieben Tage im Voraus einholen, um den geschützten Kernbereich betreten zu dürfen, während der Wanderweg zu den Anmon-Wasserfällen ohne besondere Erlaubnis zugänglich bleibt. Festes Schuhwerk ist wegen der feuchten Wege und der steilen Abschnitte im gesamten Gebiet empfehlenswert.
Im Wald leben 87 Vogelarten und seltene Säugetiere wie japanische Schwarzbären, Bergadler und Siebenschläfer unter dem dichten Buchendach. Einige Bäume haben Stämme, die dicker sind als anderswo in Japan, da sie seit Jahrhunderten ungestört wachsen konnten.
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