Shōryaku-ji, Buddhistischer Tempel im Südosten von Nara, Japan
Der Shōryaku-ji ist ein buddhistischer Tempel an der Bodaisen, etwa südöstlich von Nara gelegen, mit traditionellen Gebäuden und angelegten Pfaden entlang des Flusses. Die Haupthalle wurde während der Taishō-Zeit 1916 neu errichtet und bildet das Herzstück dieses Ortes.
Der Tempel wurde 992 von Kenshun, dem Sohn des Fujiwara no Kaneie, gegründet und spielte lange Zeit eine wichtige Rolle in der buddhistische Gelehrsamkeit. Während des Krieges zwischen Heike und Genji wurde der Ort 1180 von Taira no Shigehira zerstört, erholte sich aber später wieder.
Der Tempel bewahrt Kunstschätze wie eine vergoldete Bronzefigur des Yakushi Nyorai aus der Asuka-Zeit und eine südchinesische Celadon-Schale auf. Diese Werke zeigen die religiöse und ästhetische Bedeutung, die dieser Ort für Pilger und Gelehrte über Jahrhunderte hinweg hatte.
Der Zugang erfordert zunächst eine Busfahrt von etwa einer halben Stunde vom JR-Bahnhof Nara nach Shimoyama, danach eine Fahrt mit dem Gemeindebus zur Haltestelle Maiya-machi. Von dort aus ist ein Spaziergang von etwa 30 Minuten notwendig, um die Tempelanlage zu erreichen.
Die Mönche des Tempels entwickelten einst eine spezielle Methode namens Bodaimoto zur Sake-Herstellung unter Verwendung von Waldpilzen aus der Umgebung. Diese Technik hatte großen Einfluss auf die Entwicklung der modernen japanischen Sake-Produktion und wird bis heute in der Branche geschätzt.
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