Shin-Yakushi-ji, Buddhistischer Tempel in Takabatakechō, Nara, Japan.
Shin-Yakushi-ji ist ein buddhistischer Tempel im Stadtviertel Takabatakechō in Nara, Japan, der zum Nationalschatz des Landes gehört. Die Haupthalle bewahrt einen hölzernen Yakushi Nyorai auf einer kreisförmigen Plattform, umgeben von zwölf Wächterstatuen, die in bewegten Haltungen stehen und verschiedene Gesichtsausdrücke zeigen.
Die Kaiserin Kōmyō gründete den Tempel im Jahr 747, nachdem ihr Gemahl, Kaiser Shōmu, schwer erkrankt war und sie um seine Genesung betete. Diese kaiserliche Stiftung zeigt, wie sehr das Herrscherhaus den Buddhismus förderte und neue Tempel in ganz Japan entstehen ließ.
Der Name verweist auf Yakushi, den Buddha der Heilung, dem kranke und leidende Menschen seit Jahrhunderten ihre Gebete widmen. Besucher können heute beobachten, wie Gläubige vor den Statuen innehalten und Räucherstäbchen entzünden, während sie um Genesung bitten.
Der Tempel öffnet täglich zwischen 9 und 17 Uhr, der Eintritt kostet 600 Yen für Erwachsene und weniger für Studierende. Wer die Wächterfiguren aus der Nähe betrachten möchte, sollte etwas Zeit mitbringen, um die Details der Gesichter und Haltungen zu erkennen.
Im Jahr 1984 entdeckten Restauratoren in einer größeren Figur eine kleine Jizo-Statue aus dem 8. Jahrhundert, die als älteste ihrer Art in Japan gilt. Die Figur zeigt männliche Geschlechtsmerkmale, was ungewöhnlich ist und mit Fruchtbarkeitsgebeten in Verbindung gebracht wird.
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