Kuroimine Site, Archäologische Stätte nahe Shibukawa, Japan.
Die Kuroimine-Stätte ist eine Dorfansiedlung aus der späten Kofun-Zeit an einem Hang neben dem Fluss Agatsuma in der Präfektur Gunma. An diesem Ort wurden Dutzende von eingegrabenen Häusern, Ackerfelder und Orte für religiöse Zeremonien freigelegt.
Die Besiedlung wurde Mitte des 6. Jahrhunderts durch einen massiven Ausbruch des Vulkans Haruna unter zwei Metern Bimsstein begraben. Diese vulkanische Katastrophe unterbrach abrupt das Leben in dieser antiken Gemeinschaft.
Die Ausgrabungen zeigen über hundert Grubendhäuser und religiöse Orte, die einblicke in das alltägliche Leben und die Landwirtschaft der antiken japanischen Bevölkerung geben. Diese Funde helfen zu verstehen, wie Menschen damals Ackerbau betrieben und ihre Gemeinschaft organisierten.
Die Ausgrabungen sind mit umfassenden Ausstellungen im Akagi-Geschichtsmuseum in Shibukawa dokumentiert, das knapp eine halbe Stunde mit dem Auto vom Bahnhof Shibukawa erreichbar ist. Das Museum zeigt Objekte und Informationen zu diesem antiken Ort.
Die vulkanische Asche konservierte die ursprünglichen Strukturen der Häuser, einschließlich Holzpfosten und Strohdächer, und schuf so ein Zeitfenster in die Architektur der Kofun-Zeit. Diese außergewöhnliche Erhaltung ermöglicht es, die Bautechniken und Wohnweisen von damals genau zu studieren.
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