Villa Valmarana Bressan, Renaissancevilla in Vigardolo, Italien
Die Villa Valmarana ist ein palladianisches Herrenhaus in Vigardolo, einem kleinen Ort in der Provinz Vicenza in Norditalien, das nach dem gleichnamigen Adelsgeschlecht benannt ist. Der quadratische Grundriss mit einem zentralen Saal und seitlichen symmetrischen Zimmern sowie eine klassische Fassade mit dorischen Säulen und einer Serliana-Öffnung prägen das Erscheinungsbild.
Andrea Palladio entwarf das Gebäude nach seiner ersten Romreise im Jahr 1541, die seine Herangehensweise an Architektur grundlegend prägte. Die Familie Valmarana beauftragte ihn mit dem Bau des Hauses in den frühen 1540er Jahren, womit es zu einem seiner frühen Werke zählt.
Die Innenwände tragen Fresken mit römischen Kaisern in gemalten Nischen, Jagdszenen und mythologischen Motiven aus verschiedenen Epochen. Diese Malereien stammen von unterschiedlichen Händen und zeigen, wie das Gebäude über Generationen hinweg weiter ausgestaltet wurde.
Das Gebäude gehört zur UNESCO-Welterbestätte der palladianischen Villen im Veneto und ist Teil einer Gruppe von Häusern, die in der gesamten Region verstreut sind. Ein Besuch lässt sich gut mit anderen Villen in der Umgebung kombinieren, da viele in einem ähnlichen Gebiet liegen.
Das Haus wurde so geplant, dass zwei getrennte Familienzweige darin wohnen konnten, wobei die Räume von der Mitte nach außen hin in präzisen mathematischen Verhältnissen kleiner werden. Diese Anordnung spiegelt Palladios Interesse an Proportion als praktisches Prinzip wider, nicht nur als ästhetisches.
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