Madonna del Ghisallo, Kapelle und Radsportmuseum in Magreglio, Italien
Die Madonna del Ghisallo ist eine Kapelle in Magreglio, umgeben von sanften Hügeln zwischen zwei Seeufern. Die Fassade trägt einen Portikus, unter dem drei Mosaike in hellen Farben die Themen des Ortes ankündigen, während der Glockenturm seitlich emporragt.
Im Jahr 1623 ersetzte der heutige Bau eine ältere mittelalterliche Kapelle, die bereits als Zufluchtsort für Reisende galt. Papst Pius XII. erklärte den Ort 1949 zum Schutzzentrum für Radfahrer, was die Bindung zwischen Glauben und Sport in diesem Heiligtum besiegelte.
Die Bezeichnung stammt von Conte Ghisallo, dessen Geschichte bis heute im lokalen Gedächtnis weiterwirkt. Gläubige lassen hier Trikots, Medaillen und Fahrradteile als Weihegaben zurück, die von Wänden und Decke hängen und dem Inneren das Aussehen einer Rennstreckenkapelle verleihen.
Besucher erreichen die Kapelle über eine steile Anfahrt, die auch Teil bekannter Radrennen ist. Das danebenliegende Museum öffnet meist an Wochenenden und zeigt Räder, Trikots und Erinnerungsstücke von Profisportlern aus vielen Jahrzehnten.
Eine dauerhafte Flamme brennt seit 1949 im Inneren, geschaffen vom Bildhauer Carmelo Cappello zum Gedenken an verstorbene Radsportler. An den Wänden hängen Dutzende Kränze und Bilder, die über Jahrzehnte von Mannschaften und Einzelfahrern gestiftet wurden.
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