Kazura bridge at the Iya Valley, Hängebrücke im Iya-Tal, Japan
Die Hängebrücke im Iya-Tal verbindet zwei bewaldete Ufer der tiefen Schlucht mit einem schmalen Weg aus Holzbohlen. Die Struktur hängt an dicken Seilen, die an beiden Enden an Holzgestellen befestigt sind, während der Boden durch die Zwischenräume zwischen den Brettern die Sicht auf den Fluss darunter freigibt.
Die Überlieferung besagt, dass Mitglieder des Heike-Clans im 12. Jahrhundert diese Art von Brücken bauten, um sich in den abgelegenen Bergen zu verstecken. Die Konstruktion wurde später zu einem dauerhaften Übergang für die Bewohner der isolierten Dörfer im Tal.
Der Name Kazura verweist auf die wilden Ranken aus der Bergregion, die traditionell zum Binden der Holzplanken verwendet wurden. Besucher spüren das leichte Schwanken unter ihren Füßen, wenn sie über die schmalen Bretter gehen, während die Konstruktion durch die Lücken hindurch den Blick auf das Wasser freigibt.
Der Zugang ist gegen Gebühr möglich und die Anlage ist tagsüber geöffnet, wobei die besten Lichtverhältnisse am Vormittag herrschen. Der Weg über die Brücke erfordert vorsichtiges Gehen auf den beweglichen Brettern, und festes Schuhwerk ist empfehlenswert.
Die Brücke wird alle drei Jahre vollständig mit neuen Ranken aus der Umgebung neu geflochten, wobei die Technik seit Jahrhunderten unverändert bleibt. Die alten Ranken werden nach dem Austausch in einem nahegelegenen Schrein als Glücksbringer verkauft.
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