Taushubetsu Bridge, Verlassene Eisenbahnbrücke in Kamishihoro, Japan
Die Taushubetsu-Brücke ist ein stillgelegter Eisenbahnviadukt im Nukabira-See in Kamishihoro, Hokkaido, mit Betonbögen über einer Spannweite von 130 Metern und elf Meter Höhe. Die Bogenreihe bildet eine regelmäßige Kette, die sich heute ohne Gleise und Betriebsanlagen über das Wasser erstreckt.
Der Viadukt wurde im November 1939 eröffnet, um die Shihoro-Linie durch abgelegenes Gelände zu führen. Nach dem Zweiten Weltkrieg verlegte man die Trasse höher, und die Flutung des Tals verwandelte die alte Strecke in eine Seeruine.
Bahnenthusiasten besuchen die Ruine als Zeugnis der frühen Verkehrswege, die einst die Insel erschließen sollten. Der Name Taushubetsu stammt aus der Ainu-Sprache und erinnert daran, dass die Region ursprünglich von einem indigenen Volk bewohnt war.
Geführte Ausflüge erreichen den Standort von Spätfrühling bis Frühherbst, wenn der Seewasserspiegel niedrig genug ist. Man sollte die Sichtbarkeit im Voraus prüfen, da saisonale Pegelschwankungen den Zugang stark beeinflussen.
Der Wasserspiegel des Stausees steigt und fällt im Jahresverlauf so stark, dass die Bögen manchmal vollständig verdeckt sind und in anderen Monaten trocken daliegen. Dieses Kommen und Gehen hat der Ruine den Spitznamen „Phantombrücke
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