Rágujiekŋa, Gletscher in Sørfold, Norwegen
Rágujiekŋa ist ein großer Gletscher in der Gemeinde Sørfold, der sich über ein breites Gebiet erstreckt und mit einer Höhe von etwa 1.540 Metern endet. Der Gletscher speist mehrere Wassersysteme: den Fluss Laksåga südwestlich, das Sisovatnet-System nordwestlich und verschiedene Bäche, die nach Nordosten zum Lule-Fluss fließen.
Der Gletscher entstand durch klimatische Bedingungen während der Eiszeit und hat sich seit dem Rückgang der Gletscher ständig verändert. Nach 2000 verlagerten sich die Wassermuster deutlich, als Schmelzwasser neue Kanäle unter dem Eis bildete und den Wasserlauf vom Luleälven zum Sisovatnet-System umlenkte.
Die Sámi-Gemeinschaften haben tiefe Wurzeln in dieser Gegend und nutzen das Gebiet seit Generationen. Das Gletscherland prägt ihre Lebensweise und ihre Verbindung zur Natur bis heute.
Die Gegend ist rau und erfordert gute Vorbereitung sowie angemessene Ausrüstung für Wanderungen oder Erkundungen. Der beste Zugang erfolgt in den wärmeren Monaten, wenn Wege begehbar und das Wetter stabiler ist.
Forscher haben ein großes Loch entdeckt, das durch den Ablauf von Gletscherseen entstanden ist und besondere Einblicke in die Dynamik des Eises bietet. Diese Öffnung zeigt, wie das Wasser unter dem Gletscher arbeitet und die Eisstruktur mit der Zeit verändert.
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