Chopin-Denkmal in Warschau, Bronzedenkmal im Łazienki-Park, Warschau, Polen.
Das Denkmal für Frederic Chopin in Warschau ist eine Bronzefigur in einem Park am nördlichen Stadtrand, die den Pianisten unter einer Weide zeigt. Der sitzende Musiker ist ungefähr sechs Meter hoch, während die abstrakten Zweige über ihm etwa sieben Meter in die Höhe reichen und ein Gesamtbild aus menschlicher Form und Naturmotiv entstehen lassen.
Der Bildhauer Wacław Szymanowski entwarf die Skulptur im Jahr 1907, aber sie wurde erst deutlich später errichtet, nachdem jahrelange politische Debatten den Bau verzögerten. Während des Zweiten Weltkriegs zerstörten deutsche Truppen das Werk, doch in den späten 1950er-Jahren wurde es nach den erhaltenen Gussformen wiedererrichtet.
Seit den 1950er-Jahren versammeln sich Spaziergänger und Besucher sonntags im Sommer vor der Statue, wenn Pianisten aus Polen und anderen Ländern am offenen Flügel Werke des Komponisten spielen. Diese kostenlosen Aufführungen beginnen am frühen Nachmittag und ziehen oft mehrere hundert Zuhörer an, die sich auf dem Rasen und den Bänken niederlassen.
Die Statue steht im oberen Teil von Łazienki, in der Nähe der Aleje Ujazdowskie, und ist das ganze Jahr über frei zugänglich, da keine Umzäunung oder Schranken vorhanden sind. Besucher können direkt vor die Skulptur treten oder auf den umliegenden Wegen und Rasenflächen verweilen.
Die geschwungenen Zweige über dem Musiker erinnern zugleich an einen Baum und an eine ausgestreckte Hand, die auf einer Klaviatur ruht, sodass die Skulptur zwei Bildebenen miteinander verbindet. Der Sockel enthält ein technisches System, das es ermöglicht, bei Konzerten Lautsprecher und Mikrofone anzuschließen, ohne das Erscheinungsbild der Statue zu verändern.
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