Kunowice, Grenzdorf in Gmina Słubice, Polen
Kunowice ist ein kleines Dorf im Westen Polens, direkt an der Grenze zu Deutschland am Ostufer der Oder gelegen, in der Woiwodschaft Lebuser Land. Es gehört zur Gemeinde Słubice und liegt dem deutschen Frankfurt (Oder) gegenüber, von dem es nur durch den Fluss getrennt ist.
Das Dorf war früher als Kunersdorf bekannt und befand sich über Jahrhunderte im Herrschaftsbereich Brandenburgs und später Preußens. Nach dem Zweiten Weltkrieg, als die Oder-Neiße-Linie zur Grenze zwischen Polen und Deutschland wurde, erhielt es seinen heutigen polnischen Namen.
Kunowice liegt direkt an der Grenze zu Deutschland, und viele Besucher fahren von hier aus mit dem Zug über die Oder nach Frankfurt (Oder). Die Nähe zur deutschen Stadt ist im Alltag spürbar: Schilder, Gespräche und Gewohnheiten beider Seiten treffen hier aufeinander.
Das Dorf verfügt über einen Bahnhof mit Verbindungen nach Słubice und in die weitere Region, was es gut erreichbar macht. Wer das Gebiet rund um die Oder erkunden möchte, sollte wetterfeste Kleidung mitbringen, da das Gelände an der Grenze flach und dem Wind ausgesetzt ist.
In der Nähe des Dorfes fand 1759 die Schlacht bei Kunersdorf statt, eine der größten Schlachten des Siebenjährigen Krieges, bei der Preußen gegen russische und österreichische Truppen eine vernichtende Niederlage erlitt. Friedrich der Große soll die Niederlage als eine der schlimmsten seines Lebens bezeichnet haben.
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