Fort Tscha der Festung Warschau, Artilleriefort im Stadtteil Ochota, Warschau, Polen.
Fort Tscha ist eine Festungsanlage im Warschauer Bezirk Ochota und besticht durch ihre charakteristische fünfzackige Form aus Ziegelmauern und geschützten Kasematten. Die Struktur erstreckt sich über ein großes Areal und zeigt die typische Architektur von Verteidigungsanlagen aus dieser Epoche.
Das Fort wurde zwischen 1886 und 1890 als Teil des russischen Festungssystems erbaut und schützte den südwestlichen Flügel Warschaus sowie die Hauptroute nach Krakau. Nach diesem Anfang diente die Anlage später als Versorgungsfort und wurde im 20. Jahrhundert einer völlig neuen Nutzung zugeführt.
Der Name des Forts stammt von einer deutschen Umschrift des russischen Buchstabens Щ und bezieht sich auf das einstige Dorf Szczęśliwice, das heute Teil Warschaus ist. Besucher können diese sprachliche Verbindung zwischen der preußischen und russischen Vergangenheit der Stadt noch heute erkennen.
Das Fort ist grundsätzlich für Besucher zugänglich, obwohl es sich derzeit in einem vernachlässigten Zustand befindet und einige Bereiche instabil sein können. Es ist ratsam, vorher zu überprüfen, welche Teile begehbar sind und angemessenes Schuhwerk sowie Vorsicht mitzubringen.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden etwa 150 Garagen im Inneren des Forts errichtet, die dort bis 2005 bestanden und dem Ort eine völlig unerwartete Funktion gaben. Diese ungewöhnliche Wiederverwendung zeigt, wie Nachkriegsvorsorge die historische Struktur grundlegend veränderte.
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