Sankt-Jakobs-Kirche, Romanische Kirche und Kloster in Sandomierz, Polen
Die Dominikanerkirche St. Jakob in Sandomierz ist ein Backsteingebäude mit romanischer Architektur, dessen Giebelfassaden mit römischen Keramikdekorationen verziert sind. Das Innere wurde mit Buntglassfenstern aus dem frühen 20. Jahrhundert ausgestattet, die farbiges Licht durch den Raum werfen.
Die Klosteranlage wurde 1238 gegründet und ist das zweite älteste Dominikanerkloster in Polen nach Krakau. Sie erlebte bedeutende Umwälzungen während der Mongoleninvasion von 1260, die das religiöse Leben vor Ort grundlegend prägte.
Die Kirche ist heute ein Wallfahrtsort für die Verehrung von Seligem Sadok und seinen 48 gefährten Märtyrern. Besucher können die Verbindung zum polnischen Glauben und zur Dominikanischen Tradition in den Räumen und Kerzen spüren, die für diese Heiligen entzündet sind.
Der Ort dient als Startpunkt des Weges der Kleinpolnischen Marienverehrung, einer Pilgerstrecke, die sich über Osteuropa bis nach Santiago de Compostela erstreckt. Wer die Route ganz oder teilweise laufen möchte, findet hier einen guten Anfangspunkt mit klaren Wegen und lokalen Informationen.
Die Dominikaner an diesem Ort tragen rote Gürtel in ihren Gewändern als Gedenken an die Märtyrer der Mongoleninvasion. Dieses besondere Merkmal der Ordenskleidung erzählt stumm die Geschichte der Opfer und bewahrt ihre Erinnerung bis heute.
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