Norblin, Bracia Buch i T. Werner, Industriedenkmal im Stadtteil Wola, Warschau, Polen
Die Norblin-Fabrik in Warschau ist ein wiederhergestellter Industriekomplex im Stadtteil Wola, der heute ein Freilichtmuseum mit erhaltenen Fabrikgebäuden und Originalmaschinen beherbergt. Zehn Backsteinbauten stehen auf einem Gelände, das Produktionshallen, Verwaltungsräume und Lagerbereiche miteinander verbindet und den Aufbau einer funktionierenden Fabrik nachvollziehbar macht.
Franciszek Ryx erwarb Ende des 18. Jahrhunderts das Grundstück und legte Gärten an, während die Familie Norblin ab dem 19. Jahrhundert mit der Metallverarbeitung begann. Die Produktion lief bis in die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg weiter, bevor das Gelände nach längeren Leerstand in ein gemischt genutztes Viertel umgewandelt wurde.
Der Name des Komplexes erinnert an die Familie Norblin, die hier mehr als ein Jahrhundert lang Metallwaren und Dekorationsartikel fertigte. Heute ziehen Besucher durch die erhaltenen Werkstätten, in denen alte Maschinen noch an ihrem ursprünglichen Standort stehen und die Arbeitsmethoden vergangener Zeiten zeigen.
Das Museum ist unter der Woche geöffnet und bietet Führungen sowie eine mobile App an, die Erklärungen zu den einzelnen Stationen liefert. Die Außenbereiche sind frei zugänglich, sodass sich ein Rundgang durch das Gelände auch außerhalb der Öffnungszeiten lohnt.
Einige der ausgestellten Maschinen laufen noch und zeigen bei besonderen Veranstaltungen, wie Pressen und Drehbänke in Betrieb klangen. Dieser Teil des Geländes verbindet moderne Nutzung mit historischen Spuren und macht den Wandel der Gegend sichtbar.
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