Burg auf der Breslauer Dominsel, Mittelalterliche Burg in Ostrów Tumski, Breslau, Polen
Das Schloss in Ostrów Tumski ist eine mittelalterliche Burgruine mit Fundamenten einer achteckigen Struktur unter dem Konvent der Schwestern Unserer Lieben Frau. Daneben befinden sich Überreste von Nebengebäuden, die die Größe der einstigen Residenz zeigen.
Das Schloss entstand 1163, als Fürst Bolesław der Lange die hölzerne Festung in eine gemauerte Residenz umbaute, nachdem er von seinem Dienst unter Kaiser Friedrich Barbarossa zurückkehrte. Der Neubau markierte den Übergang zu einer dauerhaften, steinernen Herrschaftssitz.
Das Schloss war Sitz der Piasten-Herzöge von Schlesien und zeigte ihre Macht durch die Verbindung von weltlicher und geistlicher Architektur an diesem heiligen Ort. Die Kapelle des heiligen Martin und der Palast spiegeln wider, wie die Herrscher ihren Glauben und ihre Herrschaft miteinander verflochten.
Die Ruinen liegen unter dem Konvent in der Altstadt, direkt an der Oder auf der Insel Ostrów Tumski. Um die Überreste zu besichtigen, braucht man eine Führung und sollte vorher anrufen, um einen Termin zu vereinbaren.
Die achteckige Grundform des Schlosses ist ungewöhnlich und wird von Historikern diskutiert, ob sie als Kapelle oder als Wohnturm des Herzogs gedient hat. Diese architektonische Rarität macht das Fundament zu einem der rätselhaftesten Überreste Breslaus.
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