Schloss Wartenberg, Gotischer Palast in Przegorzały, Krakau, Polen
Schloss Przegorzały ist ein Palast auf einem Kalksteinhügel in Przegorzały, einem Stadtteil von Krakau in Polen. Die dreigeschossige Steinanlage verfügt über ein massives Eingangsportal und bogenförmige Terrassen mit Blick auf die Weichsel und die fernen Beskiden.
Das Bauwerk entstand 1941 während der nationalsozialistischen Besatzung nach Entwürfen des Architekten Adolf Szyszko-Bohusz für Otto von Wächter, damals Gouverneur des Distrikts Krakau. Nach Kriegsende ging das Gebäude an polnische Institutionen über und dient seit Jahrzehnten akademischen Zwecken.
Der Name leitet sich vom nahegelegenen Dorf Przegorzały ab, das seit Jahrhunderten zur Landschaft um Krakau gehört. Heute beherbergt das Gebäude akademische Einrichtungen und wird vor allem von Studierenden und Forschenden der Universität genutzt, die hier regelmäßig arbeiten und Seminare abhalten.
Der Zugang ist nur während der Öffnungszeiten der universitären Einrichtungen oder des Restaurants möglich, da es sich um ein funktionierendes akademisches Gebäude handelt. Die Terrassen bieten bei gutem Wetter freie Sicht auf Fluss und Berge, was besonders am späten Nachmittag zur Geltung kommt.
Das Bauwerk zählt zu den wenigen erhaltenen Beispielen nationalsozialistischer Architektur in Polen und verbindet deutsche Burgenformen mit lokalem Kalkstein. Die Kombination aus historischer Herkunft und heutiger wissenschaftlicher Nutzung macht den Ort zu einem ungewöhnlichen Zeugnis der Nachkriegszeit.
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