Evangelische Kirche „Schifflein Christi“, Neoclassizistisches Kirchenlapidarium in Głogów, Polen.
Das Lapidarium der Evangelischen Kirche "Schifflein Christi" ist ein rechteckiger Bau mit etwa 50 Metern Länge und 25 Metern Breite, dessen Wände und Säulen aus Klinkersteinen verschiedener Höhen errichtet wurden. Der Innenraum liegt etwa 80 Zentimeter unter dem umliegenden Bodenniveau, und die Südseite bleibt aufgrund von Grundstücksgrenzen unvollständig.
Das Original-Kirchengebäude entstand 1764 nach einem Entwurf von Carl Gotthard Langhans und wurde während des Zweiten Weltkriegs 1945 stark beschädigt. Die Ruine wurde später 1962 abgerissen, und an ihrer Stelle entstand dieses Lapidarium als Erinnerung an die zerstörte Vergangenheit.
Die Sammlung zeigt Kunstwerk "Conditio humana" von Renata Banaś unter erhaltenen Steinteilen und Fragmenten, die das Original-Grundriss der früheren Kirche nachzeichnen. Besucher können hier die künstlerische Auseinandersetzung mit Vergänglichkeit und Erinnerung unmittelbar erleben.
Der Besuch ist am einfachsten möglich, wenn man sich des vertieften Bodenniveaus bewusst ist und entsprechend vorsichtig hinabsteigt. Da die südliche Seite unvollständig ist, sollte man dies bei der Orientierung im Gelände berücksichtigen.
Eine der Kirchenglocken aus dem Jahr 1924 überlebte den Krieg durch Lagerung in Hamburg und befindet sich heute in der Stephanskirche in Würzburg. Diese Glocke verbindet die lokale Geschichte mit einem entfernten Ort und zeigt, wie manche Teile des zerstörten Erbes zerstreut wurden.
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