Annakirche, Gotische Kirche nahe dem Schlossplatz, Warschau, Polen
St. Anna ist eine Kirche aus Backstein im Zentrum von Warschau, direkt neben dem Schlossplatz gelegen, deren heutige Fassade zwei Glockentürme zeigt und klassizistische Züge trägt. Innen weitet sich der Raum mit hohen Gewölben und seitlichen Kapellen, während Stuckornamente und goldene Akzente den Blick nach oben lenken.
Herzogin Anna von Masowien stiftete das Gebäude im Jahr 1454, nachdem sie Witwe geworden war und sich der Frömmigkeit zuwandte. Der Architekt Piotr Aigner gestaltete die Vorderseite gegen Ende des 18. Jahrhunderts neu und verlieh ihr das heutige klassizistische Gesicht.
Im Inneren sieht man Studenten und Professoren, die seit dem 15. Jahrhundert hier zusammenkommen, denn die Kirche wurde einst an die Warschauer Akademie angegliedert. Diese Verbindung lebt weiter, wenn Dozenten und junge Leute an Hochfesten Seite an Seite in den Bänken sitzen.
Die Aussichtsterrasse im Glockenturm öffnet jeden Tag am Vormittag und bietet Blicke über die Dächer der Altstadt, ohne dass man vorher reservieren muss. Der Eingang liegt an der Seite des Platzes, und man erreicht die Plattform über eine schmale Wendeltreppe.
Im Jahr 1949 riss der Bau des Tunnels für die Trasa W-Z tiefe Gräben neben den Fundamenten auf, sodass das Gebäude zu kippen drohte. Vierhundert Arbeiter stützten die Wände binnen zwei Wochen ab und retteten die Kirche vor dem Einsturz.
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