Letea-Wald, Geschütztes Waldgebiet im Donaudelta, Rumänien
Letea ist ein Waldgebiet im Donaudelta in Rumänien, das etwa 2825 Hektar umfasst und sich über mehrere Dünen und Lichtungen verteilt. Zwischen den Bäumen liegen kleine Häuser mit blauen Türen und Schilfwänden, während offene Wege durch Pappeln und Eschen führen.
Rumänien erklärte den Wald 1938 durch einen Ministerratsbeschluss zur ersten Naturreservat des Landes. Seit dieser Entscheidung steht das Gebiet unter Schutz, und nur kontrollierte Besuche mit Pferdefuhrwerken sind erlaubt.
Der Name Letea kommt aus dem Türkischen und bedeutet Sommerweide, da hier früher Hirten mit ihren Tieren lagerten. Heute zeigen die Bewohner den Besuchern in Pferdekutschen Wege zwischen den alten Bäumen und erzählen Geschichten über das Leben am Wasser.
Die Anreise erfolgt per Boot von Tulcea nach Sulina, anschließend geht es nur mit Pferdekutschen weiter, da Fahrzeuge verboten sind. Die Wege im Wald sind sandig und weichen bei Regen auf, daher sind festes Schuhwerk und etwas Geduld nötig.
Hier wächst die tropische Schlingpflanze Periploca graeca an ihrem nördlichsten Punkt in Europa. Sie rankt sich über Äste und bildet dichte Vorhänge zwischen den Bäumen, die sonst nur in wärmeren Breiten zu finden sind.
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