Donaudelta, Flussdelta im Kreis Tulcea, Rumänien
Das Donaudelta erstreckt sich über weite Flächen im Nordosten Rumäniens und der Ukraine, wo der Fluss in das Schwarze Meer mündet. Wasserstraßen teilen sich in Hunderte kleinere Arme zwischen Sandbänken, schwimmenden Schilfinseln und flachen Seen.
Sedimente formten das heutige Delta über Jahrtausende, nachdem der Meeresspiegel nach der letzten Eiszeit anstieg. Im 19. Jahrhundert regelte die Donaukommission Fahrrinnen und eröffnete neue Verbindungen zwischen Hauptarmen.
Fischer an kleinen Kanälen flicken Netze und sortieren Fang an Holzstegen, während Familien Schilf für Dächer und Flechtwerk sammeln. Kleine Höfe züchten Gänse und Enten in Gehegen neben Wasserläufen, wo Boote das einzige Verkehrsmittel bleiben.
Bootsfahrten ab Tulcea führen durch größere Kanäle und flache Lagunen, wobei kleinere Motorboote tiefere Bereiche erreichen. Besucher sollten Sonnenschutz und Insektenschutz mitbringen, da viele Routen durch offenes Wasser und Schilfzonen verlaufen.
Einige Kanäle liegen so tief in Schilfwäldern, dass nur wenige Meter freier Himmel über dem Wasser sichtbar bleiben. Pelikane nisten in großen Kolonien auf abgelegenen Inseln und fliegen bei Sonnenaufgang in langen Formationen los.
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