Mölndals Kvarnby, Industrieller Architekturkomplex in Mölndal, Schweden
Mölndals Kvarnby ist ein denkmalgeschütztes Ensemble aus Mühlen-, Fabrik- und Wohngebäuden entlang der Stromschnellen des Mölndalsån in Mölndal, Schweden. Die Gebäude stammen aus verschiedenen Epochen und sind durch schmale Gassen und Fußwege miteinander verbunden, die das Gelände durchziehen.
Der Standort nutzte schon früh die Wasserkraft des Flusses für Mühlen, und im Laufe des 19. Jahrhunderts entstanden hier Papier-, Textil- und Ölmühlen. Die Industrialisierung zog viele Arbeiterfamilien an, die das Viertel nach und nach bevölkerten und prägten.
Viele der Wohngebäude wurden von Fabrikarbeitern selbst gebaut, die von ihren Arbeitgebern Darlehen erhielten, um eigene Häuser auf dem Fabrikgelände zu errichten. Beim Spaziergang durch das Viertel sieht man, wie Arbeit und Wohnen damals eng miteinander verflochten waren.
Das Gelände lässt sich gut zu Fuß erkunden, da Wege und Informationstafeln die Besucher durch die wichtigsten Bereiche führen. Das Stadtmuseum Mölndal in der Nähe stellt Karten und weiterführende Informationen zum Gelände bereit.
Obwohl das Gelände industriellen Ursprungs ist, lebten hier Generationen von Arbeiterfamilien in Häusern, die sie selbst besaßen, während die Fabrik direkt nebenan stand. Diese Verbindung von privatem Eigentum und industrieller Abhängigkeit war für die damalige Zeit ungewöhnlich.
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