Schloss Gunnebo, Neoklassizistisches Herrenhaus in Mölndal, Schweden.
Gunnebo House ist eine zweigeschossige neoklassizistische Villa aus Holz, deren Fassaden mit glatter, waagerechter Nut- und Feder-Schalung verkleidet und gelb gestrichen sind, um französischen Sandstein nachzuahmen. Die Südfassade trägt einen Dreiecksgiebel über einem sechs Meter langen Bleirelief, das Gioacchino Frulli 1788 goss und das Fischerei, Jagd, Weinlese und Fest zeigt; es ruht auf drei Rundbogenöffnungen. Eine monumentale Freitreppe mit weißen Balustraden führt zum Garten hinab.
Der Göteborger Kaufmann John Hall begann 1778 mit dem Bau von Gunnebo nach Plänen des Stadtarchitekten Carl Wilhelm Carlberg; fertiggestellt wurde das Haus 1782–1796. Nach Halls Tod 1802 erbte sein Sohn John Hall Junior das Gut, doch das Handelsgeschäft der Familie scheiterte in den Napoleonischen Kriegen, und Gunnebo wurde mit dem gesamten Inventar verkauft. Die letzte private Eigentümerin, Baronin Hilda Sparre, starb 1948; 1949 kaufte die Gemeinde Mölndal das Gut.
Der Name Gunnebo erscheint 1397 in den Quellen als Gunnobodher und geht auf den altschwedischen Vornamen Gunna oder Gunne zurück; 1659 wurden die Einwohner Gunneboer genannt. Das Haus war ein Sommerhaus einer nichtadligen Familie, und erst 1929 begann die Eigentümerin Hilda Sparre, es slott zu nennen. Heute ist es ein Museum mit Laden, Restaurant und sommerlichem Freilichttheater in den Gärten.
Besucher können an Führungen in verschiedenen Sprachen teilnehmen und das Restaurant mit Gerichten aus den eigenen Gärten besuchen. Das Gelände ist zu Fuß erkundbar, wobei die Wege durch Gärten und Park unterschiedlich anspruchsvoll sind.
Das sechs Meter lange Bleirelief der Südfassade wurde 1788 von Gioacchino Frulli gegossen und im Schwedisch-Dänischen Krieg vergraben, damit die Dänen das Blei nicht erbeuteten. Es zeigt Fischerei, Baden, Viehhaltung, Jagd mit Hunden und Muskete, Weinlese und Keltern und endet mit einem Fest.
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