Fachoda, Militärfort in Kodok, Südsudan
Fachoda ist eine Militaerfestung in Kodok, die auf erhobtem Gelaende am westlichen Ufer des Weissen Nils errichtet wurde und noch heute ihre Steinmauern und Verteidigungsstrukturen aus dem 19. Jahrhundert zeigt. Die Anlage umfasst mehrere Bereiche, die einst der Verteidigung dienten und heute Zeugnis von der kolonialen Bauweise ablegen.
Die Festung wurde im Kontext europaeischer Kolonialisierung errichtet und wurde 1898 zum Schauplatz einer internationalen Konfrontation zwischen Grossbritannien und Frankreich. Dieser Zusammenstoss ueber territoriale Ansprueche haette fast zum Krieg zwischen den beiden Maechten gefuehrt und markierte einen kritischen Moment in der Neuverteilung Afrikas.
Die umliegende Region wird von den Shilluk-Menschen bewohnt, die seit langem an diesem Ort leben und traditionelle Handelsnetze unterhalten. Ihre Präsenz prägt die lokale Gemeinschaft und das tägliche Leben in der Gegend bis heute.
Die Anfahrt erfolgt am besten per Boot auf dem Weissen Nil von Malakal aus, da die Strassenerreichbarkeit wegen unzureichender Infrastruktur begrenzt ist. Besucher sollten sich auf die Reise auf dem Wasser vorbereiten und die Jahreszeit sowie Wasserstaende beachten, die den Zugang beeinflussen.
Der Ort markierte das Endziel einer 14-monatigen Expeditionsreise, die Kapitan Jean-Baptiste Marchand mit seiner franzoesischen Kraft quer durch Afrika durchfuehrte. Diese Reise war eines der ehrgeizigsten kolonialen Unternehmungen seiner Zeit und endete genau an diesem Punkt mit dem internationalen Konflikt.
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