Parting Ways, Historischer Bezirk und Friedhof in Plymouth, Vereinigte Staaten.
Parting Ways ist ein historischer Friedhof und eine archäologische Stätte in Plymouth, Massachusetts, auf der sich Grabstätten und Hausfundamente aus dem späten 18. Jahrhundert erhalten haben. Die erhaltenen Überreste sind bescheiden, aber sie markieren den Ort einer echten Siedlung, die von ehemals versklavten Menschen gegründet wurde.
Nach dem Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg erhielten vier freie schwarze Männer ein Stück Land in Plymouth, auf dem sie eine eigene Gemeinschaft gründeten. Die Siedlung blieb für Generationen in Familienbesitz und wurde erst viel später aufgegeben.
Parting Ways ist einer der wenigen Orte in Neuengland, an dem die Spuren einer freien Schwarzen Gemeinschaft aus dem 18. Jahrhundert noch sichtbar sind. Die Gräber und Hausfundamente zeigen, wie diese Familien ein eigenständiges Leben aufgebaut haben, getrennt von der Kolonialgesellschaft, die sie umgab.
Die Stätte liegt etwas abseits des Stadtzentrums von Plymouth und ist am besten mit dem Auto erreichbar, da die Umgebung wenig erschlossen ist. Ein Blick in Informationsquellen vorab lohnt sich, da die sichtbaren Überreste ohne Hintergrundwissen schwer einzuordnen sind.
Die vier Gründer der Siedlung, Cato Howe, Plato Turner, Quamany Quash und Prince Goodwin, sind namentlich in kolonialen Unterlagen verzeichnet, was für Gemeinschaften dieser Art aus jener Zeit sehr selten ist. Ihre Namen wurden durch archäologische Forschungen des 20. Jahrhunderts wieder ans Licht gebracht, was das Gelände zu einem frühen Fall von Gemeinschaftsarchäologie in den USA macht.
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