Wiesenbaude, Bierhalle in Groß-Lichterfelde, Berlin, Deutschland
Die Wiesenbaude war eine Gaststätte in Groß-Lichterfelde mit einer Architektur, die sich von Bergbaustilen aus Schlesien inspirieren ließ. Das Haus bot Platz für etwa hundert Gäste und war an einer Straßenkreuzung gelegen.
Das Gebäude war ursprünglich ein Ausstellungspavilion von der Berliner Handelsausstellung 1896, der an seinen neuen Standort verlegt und 1897 als Gaststätte eröffnet wurde. Der Bau repräsentiert ein Beispiel für die Wiederverwendung von Ausstellungsarchitektur im Berliner Gründerzeitquartier.
Der Name stammt von der Wiese, auf der das Gebäude stand, und es war Treffpunkt der Nachbarn zum Essen und Trinken. Hier fanden sich Einwohner zusammen, um regionale Gerichte und das Hausgetränk Echt Stonsdorfer Bitter zu genießen.
Das Gelände war durch die erste elektrische Straßenbahnlinie der Welt erreichbar, die zwischen dem Bahnhof Groß-Lichterfelde und der Kadettenanstalt verkehrte. Der Zugang war dadurch für Besucher gut und zuverlässig gestaltet.
Während der Hyperinflation von 1923 stahlen Metalldiebe die wertvollen Bierleitungen aus dem Gebäude, was zeigt, wie verzweifelt Menschen in dieser Krise waren. Der Diebstahl von Rohren für Metall war in dieser Zeit ein ungewöhnliches Zeichen der wirtschaftlichen Not.
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