Cueva del Toro, Archäologische Höhle in El Torcal, Antequera, Spanien
Die Cueva del Toro ist eine archäologische Höhle im Naturpark El Torcal bei Antequera in Spanien, die in 1.190 Metern Höhe liegt und interne Kammern aus gefallenen Blöcken sowie einen 17 Meter tiefe Kluft am Eingang aufweist. Der Komplex besteht aus mehreren miteinander verbundenen Bereichen, die durch natürliche geologische Prozesse entstanden sind.
Die ersten Ausgrabungen zwischen 1977 und 2024 legten vier verschiedene Phasen der menschlichen Besiedlung frei, wobei die älteste bis 6200 v.Chr. in der Frühen Neolithikum zurückreicht. Diese Funde zeigen, dass die Höhle über mehrere Jahrtausende hinweg von aufeinanderfolgenden Gemeinschaften genutzt wurde.
Die Höhle enthält wichtige neolithische Funde, darunter eine schematische weibliche Figur, die prähistorischen Venusstatuen ähnelt und Verbindungen zu breiteren europäischen Kulturmustern zeigt. Diese Kunstwerke deuten darauf hin, wie frühe Gemeinschaften ihre Welt und ihre Überzeugungen darstellten.
Besuche erfordern im Voraus Vereinbarungen, da fortlaufende wissenschaftliche Forschungen stattfinden und der Ort Bestandteil der UNESCO-Welterbestätte Antequera-Dolmen ist. Gutes Schuhwerk wird empfohlen, da der Zugang zum Höhleninneren uneben ist und die Umgebung felsiges Gelände durchquert.
Genetische Studien von Menschenresten aus der Höhle zeigen starke Verbindungen zu frühen europäischen Bauern, mit DNA-Mustern, die denen moderner Bevölkerungen in Spanien, Sardinien und Italien ähneln. Diese Erkenntnisse verbinden die prähistorischen Bewohner genetisch mit heutigen südeuropäischen Gemeinschaften.
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