Tabacalera, Gijón, Ehemalige Tabakfabrik und Kloster in Cimadevilla, Spanien
Die Tabacalera ist ein großes Gebäudeensemble in der Altstadt von Gijón, das einen ganzen Block einnimmt und mit mehreren inneren Höfen strukturiert ist. Die gesamte Anlage zeigt eine robuste Architektur mit regelmäßigen Fassaden, die typisch für industrielle Zweckbauten dieser Epoche ist.
Das Gebäude wurde 1670 ursprünglich als Kloster für Augustinermönche errichtet. Im Jahr 1843 wurde es in eine Tabakfabrik umgewandelt, wo es fast zwei Jahrhunderte lang als Produktionsstätte diente, bevor es 2002 schloss.
Das Gebäude zeigt die Verschmelzung religiöser und industrieller Nutzung in seinen Räumen, die von Ordensgemeinschaften und später von Arbeiterinnen geprägt wurden. Die Architektur spiegelt diese unterschiedlichen Epochen in ihren Strukturen wider.
Der Komplex befindet sich auf der Plaza Periodista Arturo Arias im Herzen der Altstadt und ist leicht zu Fuß erreichbar. Das Gebäude wird 2027 als modernes Kulturzentrum mit Galerien wiedereröffnet, daher sollten Besucher die Fortschritte im Blick behalten, da es derzeit für die Umgestaltung geschlossen ist.
Im Jahr 1903 organisierten Zigarrenarbeiterinnen hier einen der ersten Streiks von Arbeiterinnen in Asturien und kämpften für bessere Bedingungen. Dieses Ereignis machte das Gebäude zu einem wichtigen Ort in der Geschichte der Arbeiterbewegung der Region.
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