Rocher de Tormery, Berggipfel in Chignin, Frankreich.
Der Rocher de Tormery ist eine Bergspitze in den französischen Voralpen, die sich bei 1135 Metern Höhe an der südlichen Grenze des Bauges-Massivs zwischen der Combe de Savoie und dem Grésivaudan erstreckt. Die Gegend wird durch steile Felswände geprägt, die sich über das benachbarte Tal erheben.
Im Jahr 1913 wurde eine grosse Sprengung durchgeführt, bei der Hunderte von Dynamitstangen etwa 8000 Kubikmeter instabiles Gestein entfernten, um das Dorf Chignin vor Felsstürzen zu schützen. Dieses Ereignis veränderte die Form des Felsens dauerhaft und zeigt den Einfluss menschlicher Eingriffe auf die lokale Topographie.
Die Felswand zeigt aus südöstlicher Richtung das Profil einer Frau aus dem Tarentaise-Tal mit traditioneller Kopfbedeckung, weshalb sie den Spitznamen La Savoyarde trägt. Dieses Gesichtsprofil ist für Besucher von unten sichtbar und prägt das Erscheinungsbild der Gegend.
Der Aufstieg erfordert etwa dreieinhalb Stunden, wobei der Höhengewinn etwa 380 Meter beträgt und mehrere Abschnitte mit Leitern und Sicherheitsseilen ausgerüstet sind. Feste Wanderschuhe und Schwindelfreiheit sind notwendig, besonders bei den steilen und gesicherten Passagen.
Am Fuße der Felswand wachsen die Weinreben der Appellation Chignin-Bergeron, was eine ungewöhnliche Verbindung zwischen Weinbau und vertikalen Felswänden schafft. Diese Reben gedeihen in dem Mikroklimasystem, das durch die Felsen beeinflusst wird.
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