Benesse Art Site Naoshima, Kunstmuseum in Japan
Benesse Art Site Naoshima ist ein weitläufiges Kunstprojekt auf der japanischen Insel Naoshima, das Museumsgebäude, Außeninstallationen und in das Dorf integrierte Kunstwerke miteinander verbindet. Die verschiedenen Standorte erstrecken sich vom Ufer bis in das Innere der Insel und sind über Wege, Strände und Dorfgassen verteilt.
Das Projekt begann Ende der 1980er Jahre, als das Unternehmen Benesse anfing, auf der damals wirtschaftlich schwachen Insel in Kunst und Bildung zu investieren. Im Laufe der Jahre kamen immer mehr Gebäude und Installationen hinzu, und das Projekt zog Künstler und Besucher aus aller Welt an.
Die Werke sind nicht in klassischen Ausstellungsräumen untergebracht, sondern in alte Häuser im Dorf Honmura eingebettet, die man von außen kaum als Kunstorte erkennt. Wer durch die Gassen geht, stößt immer wieder auf etwas, das zunächst wie ein gewöhnliches Gebäude wirkt und sich dann als Teil des Projekts entpuppt.
Da die verschiedenen Standorte über die gesamte Insel verteilt sind, empfiehlt es sich, einen Überblick über die Lage der einzelnen Orte zu haben, bevor man aufbricht. Ein Besuch füllt leicht einen ganzen Tag aus, besonders wenn man auch die Außenbereiche und das Dorf Honmura einplant.
Eines der bekanntesten Werke des Projekts, ein gelber Kürbis von Yayoi Kusama, wurde 2021 durch einen Taifun ins Meer gespült und später in veränderter Form wieder aufgestellt. Wer die Skulptur auf der Mole besucht, sieht heute eine Version, die eine direkte Geschichte von Verlust und Wiederherstellung trägt.
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