Forts of Metz, Militärischer Festungskomplex in Lothringen, Frankreich
Die Forts von Metz bilden ein Doppelring-Verteidigungssystem rund um die Stadt mit mehreren miteinander verbundenen Festungen, unterirdischen Gängen und starken Betonmauern. Die erhaltenen Anlagen wie Fort de Queuleu und Fort Saint-Julien zeigen noch heute ihre ursprüngliche Konstruktion aus dem 19. Jahrhundert.
Die Festungen entstanden zwischen 1867 und 1916 als Reaktion auf die Niederlage im Deutsch-Französischen Krieg von 1870 und wurden kontinuierlich erweitert. Die Anlage wechselte mehrmals zwischen französischen und deutschen Händen, wobei jede Seite neue Befestigungen hinzufügte.
Die Festungsanlage zeigt die Zusammenarbeit zwischen französischer und deutscher Ingenieurskunst, die sich in den verschiedenen Bauphasen widerspiegelt. Man kann die unterschiedlichen Konstruktionsmethoden und Materialien erkennen, wenn man durch die verschiedenen Forts wandert.
Besucher können mehrere zugängliche Forts erkunden, die ihre ursprünglichen Strukturen bewahrt haben und detailliert zeigen, wie das System funktionierte. Es ist hilfreich, sich vorher zu orientieren, da die Anlage groß ist und die Standorte der verschiedenen Forts über die Region verteilt liegen.
Die Anlage umfasst die sogenannten Sieben Zwerge, eine Serie kleinerer Verteidigungsstrukturen, die zwischen 1912 und 1916 erbaut wurden. Diese kleineren Forts spielten eine wichtige Rolle im Gesamtkonzept des Abwehrsystems, obwohl sie oft übersehen werden.
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