Occi, Geisterstadt in der Region Balagne, Haute-Corse, Frankreich.
Occi ist ein Bergdorf auf 377 Metern Höhe mit Steinruinen und verlassenen Gebäuden, die in terrassenförmiger Anordnung den Hang hinaufklettern. Die Häuser stammen aus mittelalterlichen Zeiten und zeigen typische korsische Bauweise mit engen Gassen zwischen den Strukturen.
Im Mittelalter gründeten Einwohner von Spano diesen Ort als Zufluchtsort vor Sarazenenüberfällen entlang der korsischen Küste. Die Siedlung blieb durch die Jahrhunderte bewohnt, bis sie schließlich verlassen wurde.
Die Kapelle der Verkündigung in Occi ist Schauplatz einer jährlichen korsischen Messe zu Pfingsten, bei der die Bruderschaft Sant'Anton Abbate traditionelle Gesänge aufführt.
Der Zugang erfolgt über einen markierten Wanderpfad hinter dem Restaurant Chez Charles in Lumio, wobei die Wanderung etwa zwei Stunden dauert. Das Gelände ist felsig und steil, daher sind gutes Schuhwerk und eine Grundfitness erforderlich.
Felix Giudiceli, der letzte ständige Bewohner, verließ den Ort 1927 und markierte damit das Ende der Besiedlung. Seitdem ist das Dorf völlig menschenleer, außer für gelegentliche Pilger und Wanderer.
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