Upopoy, Nationales ethnographisches Museum in Shiraoi, Hokkaido, Japan
Upopoy ist ein nationales ethnografisches Museum in Shiraoi auf Hokkaido, das den Ainu gewidmet ist, dem indigenen Volk der Region. Die Dauerausstellungen sind in mehrere Bereiche gegliedert, die Sprache, Weltanschauung, Alltagsleben, traditionelles Handwerk und kulturelle Beziehungen zu anderen Gesellschaften behandeln.
Das Museum wurde 2020 eröffnet und ist die erste nationale Einrichtung Japans, die sich dem Ainu-Erbe widmet. Seine Gründung markierte einen Wendepunkt in der offiziellen Anerkennung dieser Kultur durch den japanischen Staat.
Die Vorführungen und Handwerksdemonstrationen werden von Mitgliedern der Ainu-Gemeinschaft selbst geleitet, was den Besuch besonders direkt macht. So können Besucher traditionelle Praktiken beobachten, die bis heute lebendig geblieben sind.
Das Museum liegt in der Nähe des Bahnhofs Shiraoi und ist von Sapporo aus mit der Bahn in rund 40 Minuten erreichbar. Es empfiehlt sich, den Besuch auf einen Vormittag zu legen, um alle Bereiche ohne Eile erkunden zu können.
Die Sammlung umfasst über 10.000 historische Ainu-Objekte aus verschiedenen Epochen, von denen viele lange Zeit in Depots anderer Museen gelagert waren. Durch Kooperationen mit Institutionen in Russland, Deutschland und den USA werden einige dieser Objekte nun in vergleichenden Ausstellungen gezeigt.
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