Upopoy, Ethnographisches Museum in Shiraoi, Japan
Upopoy ist ein nationales ethnografisches Freilichtmuseum in Shiraoi im nördlichen Japan, das sich der Kultur des indigenen Ainu-Volkes widmet. Das Gelände umfasst mehrere Gebäude, darunter das zentrale Ausstellungsgebäude mit Galerien über Sprache und Lebensweise, ein Theater für traditionelle Aufführungen und rekonstruierte Häuser im traditionellen Stil mit Strohdächern.
Die Einrichtung wurde im Juli 2020 eröffnet und ist das erste nationale Museum Japans, das ausschließlich dem Ainu-Erbe gewidmet ist. Die Gründung markierte einen offiziellen Schritt zur Anerkennung der Ainu als indigene Bevölkerung nach jahrhundertelanger Marginalisierung und Assimilationspolitik.
Der Name stammt aus der Ainu-Sprache und bedeutet „in einer großen Gruppe singen
Das Gelände liegt am Stadtrand und ist mit dem Zug oder Bus vom Zentrum Shirais aus erreichbar, wobei die meisten Besucher zwei bis drei Stunden für einen vollständigen Rundgang einplanen. Die Außenbereiche mit den rekonstruierten Häusern sind auch bei Regen zugänglich, während die Hauptgalerien barrierefrei gestaltet sind.
Der Komplex beherbergt eine Gedenkstätte mit Überresten von 1.300 Ainu-Vorfahren, die früher in verschiedenen japanischen Forschungseinrichtungen aufbewahrt wurden. Die Rückführung dieser Überreste war Teil einer längeren Versöhnungsbemühung, die zur Eröffnung der Einrichtung führte.
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