Pyramids of Teotihuacan, Archäologisches Museum in San Juan Teotihuacan, Mexiko
Die Pyramiden von Teotihuacan liegen etwa 50 Kilometer nordöstlich von Mexiko-Stadt und bilden eines der größten archäologischen Areale Mesoamerikas. Die Anlage umfasst zwei monumentale Stufenpyramiden aus vulkanischem Gestein, zahlreiche Tempelruinen und ein ausgedehntes Netz von Wohnkomplexen entlang einer schnurgeraden Prozessionsstraße.
Die Stadt wurde wahrscheinlich im ersten Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung gegründet und entwickelte sich zu einem mächtigen Handelszentrum, das Obsidian und Keramik in weite Teile Mesoamerikas exportierte. Gegen die Mitte des siebten Jahrhunderts verließen die Einwohner den Ort aus noch ungeklärten Gründen, wobei Brände und Zerstörungen auf einen gewaltsamen Zusammenbruch hindeuten.
Das Wort Teotihuacan bedeutet in der Nahuatl-Sprache den Ort, an dem die Götter geboren wurden, ein Name, den die Azteken der verlassenen Stadt Jahrhunderte nach ihrem Niedergang gaben. Heute wandern Besucher entlang der Hauptallee und betrachten die Steinplattformen, auf denen einst religiöse Zeremonien vor Tausenden von Zuschauern stattfanden.
Das Gelände ist weitläufig und erfordert einige Stunden Fußmarsch unter direkter Sonneneinstrahlung, daher empfehlen sich bequeme Schuhe und ausreichend Wasser. Wer eine der beiden Hauptpyramiden besteigen möchte, sollte Trittsicherheit mitbringen, da die Stufen steil und teilweise unregelmäßig sind.
Ein unterirdischer Gang verläuft direkt unter dem Tempel der Gefiederten Schlange und enthält Kammern mit Opfergaben, Spiegeln aus Pyrit und menschlichen Überresten aus rituellen Handlungen. Archäologen entdeckten dort auch Spuren von flüssigem Quecksilber, das möglicherweise einen symbolischen Fluss oder See in der Unterwelt darstellte.
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