La Magnanerie, Troglodyten-Stätte und Touristenattraktion in Bourré, Frankreich
La Magnanerie ist eine Troglodyten-Stätte in Bourré im Cher-Tal, wo Räume und ehemalige Werkstätten direkt in den weichen Tuffstein gehauen wurden. Einige der Höhlenwohnungen sind noch heute bewohnt, was dem Ort einen lebendigen Charakter verleiht.
Die Höhlen von Bourré wurden über Jahrhunderte aus dem Tuffstein geschnitten, zuerst um Baumaterial zu gewinnen, dann als Wohn- und Arbeitsräume. Die Seidenwurmzucht, die dem Ort seinen Namen gab, war Teil einer breiteren regionalen Seidenproduktion, die sich in früheren Jahrhunderten im Loiretal entwickelte.
La Magnanerie zeigt noch heute, wie Seidenwürmer in unterirdischen Räumen gezüchtet wurden, die auf eine stabile Temperatur ausgelegt waren. Diese alte Praxis ist direkt in den Stein gebaut und für Besucher erlebbar, nicht nur erklärt.
Die Besichtigung findet mit einer Führung statt, die etwa anderthalb Stunden dauert, daher empfiehlt es sich, ausreichend Zeit einzuplanen. Das Gelände liegt am Hang oberhalb des Flusses und erfordert ein wenig Fußweg vom Parkplatz aus.
Die Temperatur in den Galerien bleibt das ganze Jahr über nahezu konstant, da das Gestein als natürliche Isolierung wirkt. Genau diese Eigenschaft machte die Räume einst so geeignet für die empfindliche Seidenwurmzucht.
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