Abbaye du Thoronet, Zisterziensische Klosteranlage in Le Thoronet, Frankreich
Die Abbaye du Thoronet ist eine romanische Zisterzienserabtei aus dem 12. und frühen 13. Jahrhundert, die im Wald des Var-Departements zwischen Draguignan und Brignoles liegt. Die Kirche, der Kreuzgang, das Kapitelsaal und weitere Nebengebäude sind aus einfachen Steinquadern erbaut, ohne Skulpturen oder Verzierungen an den Wänden.
Mönche aus dem Kloster Mazan kamen in den 1140er Jahren an diesen Ort und begannen bald darauf mit dem Bau der Kirche und der umliegenden Gebäude. Im 14. und 15. Jahrhundert schwächte sich das klösterliche Leben durch Kriege und Seuchen ab, und Ende des 18. Jahrhunderts verließen die letzten Mönche das Kloster, das anschließend als Lager und Stall genutzt wurde, bevor der Staat es im 19. Jahrhundert aufkaufte und mit der Restaurierung begann.
Die Abtei ist für ihre Akustik bekannt: Im Sommer finden in der Kirche Konzerte mit gregorianischem Gesang statt, bei denen der Klang durch den Stein getragen wird. Wer die Abtei besucht, kann außerdem sehen, wie der Kreuzgang dem leichten Gefälle des Geländes folgt, was ihm eine leicht unregelmäßige, aber harmonische Form gibt.
Die Abtei liegt kurz hinter der Autobahnausfahrt und ist gut mit dem Auto erreichbar; ein Parkplatz ist vor Ort vorhanden. Die Innenräume können schlecht beleuchtet sein, daher empfiehlt es sich, geeignetes Schuhwerk für die unebenen Steinböden mitzubringen.
In der Südwand der Kirche befindet sich eine kleine Nische, in der Dorfbewohner die Leichen ihrer Verstorbenen zur Segnung ablegen konnten, ohne dass die Mönche die Körper berühren mussten. Dieses Detail zeigt, wie streng die Regeln der Mönche waren, die sie selbst dann einhalten wollten, wenn sie der Dorfgemeinschaft einen Dienst erwiesen.
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