Château de Fratteau, Burg bei Neuvic, Frankreich
Das Château de Fratteau ist eine mittelalterliche Burg in der Landschaft bei Neuvic, im Département Dordogne in der Region Périgord. Sie steht auf einem steilen Felsen und zeigt noch heute alte Steinmauern, einen überwölbten Eingangsbereich, einen Turm und Innenräume mit alten Kaminen.
Die Burg wurde im 12. oder 13. Jahrhundert von der Adelsfamilie Frastel auf einem alten Erdwall errichtet und wechselte im Laufe der Jahrhunderte mehrfach die Besitzer, unter anderem an die Familien Grimoard und Bertin. Während der Französischen Revolution beschlagnahmte die Stadt Neuvic das Anwesen, und Teile des Gebäudes wurden abgetragen, bevor Daniel Piron in den 1980er Jahren mit der Restaurierung begann.
Das Château de Fratteau beherbergt neben der alten Burg auch eine Töpferwerkstatt, in der Handwerker nach alten Techniken arbeiten, die in der Region Périgord seit Jahrhunderten weitergegeben werden. Wer das Gelände besucht, kann den Töpfern bei der Arbeit zusehen und manchmal sogar selbst Hand anlegen.
Das Château de Fratteau ist ein Privatgelände, das nur mit Genehmigung der Eigentümer besichtigt werden kann; es öffnet vor allem an Wochenenden und während der Tage des Kulturerbes. Festes Schuhwerk wird empfohlen, da das Gelände Steinstufen, unebene Wege und einen steilen Abschnitt entlang der Felswand umfasst.
Unter dem Château de Fratteau befindet sich ein unterirdischer Fluchttunnel, der als Cluzeau bekannt ist und nach Angaben von Kennern der einzige seiner Art im gesamten Périgord ist. Dieser schmale, in den Fels gehauene Gang war ursprünglich dazu gedacht, den Bewohnern in Zeiten der Gefahr eine verdeckte Fluchtoption zu bieten.
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