Ruinele Bisericii Sf. Anton, Kirchenruine im Stadtteil Lipscani, Bukarest, Rumänien
Die Ruinen der Kirche Sf. Anton sind die Überreste des ältesten erhaltenen Gotteshauses in Bukarest, das im 16. Jahrhundert im Altstadtviertel Lipscani erbaut wurde. Das Bauwerk zeigt noch Mauerreste mit Steinreliefs, die von den einstigen Portalen des Gebäudes stammen.
Die Kirche wurde von Mircea Ciobanul, einem Fürsten der Walachei im 16. Jahrhundert, als Hofkapelle nahe der Fürstenresidenz errichtet. Spätere Herrscher wie Șerban und Ștefan Cantacuzino nahmen bauliche Veränderungen vor, und der große Brand von 1847 beschädigte das Gebäude schwer.
Die Ruinen sind bis heute ein Ort, den Gläubige aufsuchen, weil die Ikone des Heiligen Antonius des Großen als wundertätig gilt. An jedem Dienstag kommen Menschen, um zu beten und Gebete aufzuschreiben, was eine lebendige volksreligiöse Praxis rund um diesen Ort erhalten hat.
Die Ruinen liegen im Zentrum des historischen Viertels Lipscani und sind zu Fuß von der Altstadt aus gut zu erreichen. Die Außenbereiche sind in der Regel frei zugänglich, sodass man die Mauerreste und Steinsäulen auch ohne Führung besichtigen kann.
Die Kirche hatte zwei getrennte Eingänge: einen für Männer und einen für Frauen, und die Steinsäulen dieser Portale stehen noch heute. Der direkte Zugang zum Thronsaal des Fürsten machte dieses Gebäude zu einem der wenigen Orte in der Walachei, wo Herrscher auch gekrönt wurden.
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