Curtea Veche, Mittelalterlicher Königssitz in Bukarest, Rumänien
Curtea Veche ist ein mittelalterliches Bauwerk im Zentrum von Bukarest, dessen erhaltene Steinmauern, Säulenreste und Fundamente die Anlage eines ehemaligen Herrschersitzes zeigen. Die Ruinen liegen in einem kleinen archäologischen Park, der von mehreren Straßen umgeben ist und durch Hinweistafeln ergänzt wird, die einzelne Gebäudeteile erklären.
Herrscher der Walachei wählten diesen Ort im 15. Jahrhundert als Regierungssitz, wobei Vlad III. hier zeitweise residierte und wichtige Entscheidungen traf. Spätere Fürsten erweiterten die Anlage, bis sie im 18. Jahrhundert ihre zentrale politische Funktion verlor und teilweise verfiel.
Der Name bezieht sich auf den alten Fürstenhof, der hier über Jahrhunderte als Machtzentrum genutzt wurde, während die Architektur mit ihren geschwungenen Bögen und verzierten Steinmetzarbeiten heute an Handelswege erinnert, die Siebenbürgen mit dem Schwarzen Meer verbanden. Besucher sehen Säulenreste und Fensterrahmen, die zeigen, wie reisende Handwerker lokale Tradition mit Techniken aus Konstantinopel verbanden.
Der Zugang zum Gelände erfolgt über einen Haupteingang nahe einer belebten Straße, und Besucher können sich auf befestigten Wegen innerhalb des Parks frei bewegen. Schautafeln in mehreren Sprachen erleichtern das Verständnis der Ruinen, während die Öffnungszeiten an Wochenenden und Feiertagen variieren können.
Unterhalb des sichtbaren Geländes führen schmale Gänge in Kammern, die einst zur Lagerung und möglicherweise zur Flucht dienten, wobei Archäologen dort Keramik und Münzen aus mehreren Jahrhunderten fanden. Diese Räume geben einen Einblick in das alltägliche Leben am Hof, fernab der repräsentativen Fassaden und festlichen Säle.
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