Sangesur-Korridor, Verkehrskorridor in der Provinz Syunik, Armenien
Der Zangezur-Korridor ist ein geplanter Verkehrsweg durch die südarmenische Provinz Sjunik, der Aserbaidschan mit seiner Exklave Nachitschewan verbinden soll. Die Route würde durch armenisches Staatsgebiet führen und beide aserbaidschanischen Landesteile direkt miteinander verknüpfen.
Die Idee entstand nach dem Waffenstillstand im Berg-Karabach-Konflikt von 2020, als über neue Verkehrswege zwischen den beteiligten Staaten verhandelt wurde. Der Name bezieht sich auf einen historischen Bezirk, den das russische Zarenreich im 19. Jahrhundert in dieser Region eingerichtet hatte.
Die Transportroute führt durch Gebiete, in denen armenische und aserbaidschanische Gemeinschaften ihre Traditionen über Generationen bewahrt haben.
Der Verkehrskorridor existiert bislang nur als Projekt und ist für Reisende noch nicht zugänglich. Die Planung betrifft vor allem den Güterverkehr und soll künftig die Reisezeit zwischen verschiedenen Landesteilen verkürzen.
Die geplante Route würde eine jahrhundertelang unterbrochene Verbindung zwischen Regionen wiederherstellen, die bis ins Mittelalter zurückreicht. Die Diskussion um das Projekt beeinflusst auch Überlegungen zu anderen grenzüberschreitenden Verkehrswegen im südlichen Kaukasus.
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