Parakultural, Alternatives Kunstzentrum in Buenos Aires, Argentinien
Parakultural war ein künstlerisches Zentrum in Buenos Aires, das in einem zweistöckigen Gebäude in der Straße Venezuela untergebracht war und Bühnen sowie Aufführungsräume bot. Der Keller beherbergte eine Bühne, während dunkle Gänge und mehrere Zimmer verschiedene Arten von Kunstpräsentationen ermöglichten.
Das Zentrum entstand 1986 in Reaktion auf die künstlerische Unterdrückung während der Militärdiktatur Argentiniens und wurde von Omar Viola und Horacio Gabin gegründet. 1990 zog es an die Chacabuco-Straße um und nahm den neuen Namen Parakultural New Border an.
Der Ort war ein Treffpunkt für künstlerische Außenseiter und experimentelle Performer, die in der Stadt kaum andere Orte zum Zeigen ihrer Werke fanden. Hier entstanden Freundschaften zwischen Musikern, Schauspielern und bildenden Künstlern, die sich gegenseitig inspirierten und weiterentwickelten.
Der Ort war schwierig zu finden und erforderte lokale Kenntnisse, um die richtige Adresse zu lokalisieren, besonders nachdem er die Standorte wechselte. Besucher sollten damit rechnen, dass der Zugang zu dunklen Bereichen führte und dass die Räume nicht nach modernem Standard ausgestattet waren.
Die Polizei unterbrach Aufführungen regelmäßig und führte Personalienchecks durch, was der Rebellischkeit des Ortes zusätzliche Spannung verlieh. Diese unerwartete Kontrolle wurde teilweise als Teil der künstlerischen Erfahrung wahrgenommen und trug zur Mystik des Ortes bei.
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