Karnischer Höhenweg, Bergwanderweg in den Karnischen Alpen, Österreich und Italien
Der Karnische Höhenweg erstreckt sich über 168 Kilometer entlang der Grenze zwischen Österreich und Italien und führt durch Gebirgskämme und Almwiesen mit unterschiedlichen Gesteinsschichten. Der Weg windet sich durch offene Hochflächen, steile Hänge und sanfte Talkessel, wobei sich der Blick abwechselnd auf die Nordalpen und die Dolomiten öffnet.
Der Weg folgt ehemaligen Militärpfaden aus dem Ersten Weltkrieg, als Soldaten Befestigungen, Bunker und Versorgungsrouten entlang der österreichisch-italienischen Front bauten. Nach 1918 verfielen viele dieser Anlagen, doch einige Abschnitte wurden später für Wanderer wieder zugänglich gemacht und zu einem durchgehenden Höhenweg verbunden.
Die Grenze zwischen Kärnten und Friaul verläuft entlang des Kamms, und beide Seiten haben ihre eigenen Namen für viele Gipfel und Pässe. Wanderer treffen oft auf Wegkreuze, Kapellen und zweisprachige Ortsschilder, die von der gemeinsamen Geschichte der Region erzählen.
Der Weg teilt sich in 11 Tagesetappen auf, mit Notabstiegen in die Täler und Verbindungspunkten an der Plöckenpass-Straße und am Nassfeld für kürzere Varianten. Einige Hütten bieten warme Mahlzeiten und Übernachtung an, doch es ist ratsam, bei beliebten Etappen rechtzeitig zu reservieren.
Ein geologischer Lehrpfad zwischen Sillian und Nassfeld zeigt die bemerkenswerten Gesteinsformationen der Karnischen Alpen durch Infotafeln. Viele Fossilien aus dem Paläozoikum sind in den Felsen entlang des Weges sichtbar und dokumentieren die Entstehung dieser Berge vor Millionen Jahren.
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