Pénitencier de Prony, Gefängnisruinen in Mont Dore, Neukaledonien.
Die Pénitencier de Prony sind die Überreste einer Strafkolonie mit Steinmauern und Wellblechstrukturen, die im Wald bei der Bucht von Prony stehen. Ein Bach fließt durch die alte Siedlung und zwischen den verfallenden Gebäuden hindurch.
Die Strafkolonie wurde 1867 gegründet, als Kapitän Sebert mit 29 Gefangenen ankam, um eine Holzfällerei für die französische Kolonie aufzubauen. Der Ort entstand als Reaktion auf den Bedarf Frankreichs nach Rohstoffen und Arbeitskraft in Übersee.
Für die Menschen in Neukaledonien steht dieser Ort für eine Zeit der französischen Expansion und der Ausbeutung. Die Überreste zeigen, wie Gefangene zwangsweise zur Arbeit in entlegenen Gebieten eingesetzt wurden.
Der Zugang erfolgt über den Wanderweg GR1, der von Baie de la Somme zu den Ruinen führt und das Erkunden der Strukturen ermöglicht. Das Gelände ist waldreich und teilweise morastig, daher sollte man festes Schuhwerk und Regenkleidung mitbringen.
Die Gebäude kombinieren französische Kolonialarchitektur mit örtlichen Baustoffen wie Holz und Stein, was ein ungewöhnliches Bauwerk schafft. Diese Mischung spiegelt wider, wie Gefangene und Kolonisten mit den lokalen Ressourcen improvisierten, um unter schwierigen Bedingungen zu überleben.
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