Museo del Barro, Kunstmuseum in Asunción, Paraguay
Das Museum gliedert sich in drei separate Bereiche, die jeweils unterschiedlichen Kunstformen gewidmet sind. Ein Flügel präsentiert präkolumbische und koloniale Keramik, ein zweiter zeigt ethnografische Sammlungen indigener Völker, während der dritte Bereich zeitgenössische Malerei, Skulptur und Mixed-Media-Arbeiten paraguayischer sowie regionaler Künstler ausstellt. Die Ausstellungsräume ermöglichen den Besuchern eine chronologische und thematische Erkundung verschiedener künstlerischer Ausdrucksformen.
1979 gegründet, begann das Museum seine Tätigkeit mit einer wandernden Ausstellung, bevor es seinen festen Standort am Stadtrand von Asunción bezog. Die Einrichtung entwickelte sich aus einer privaten Initiative zur Bewahrung paraguayischer Keramiktraditionen. Im Laufe der Jahrzehnte erweiterte das Museum seine Sammlungen erheblich und etablierte sich als wichtige Institution für indigene und zeitgenössische Kunst in der Region.
Die Sammlung umfasst über 1.700 ethnografische Objekte verschiedener indigener Gruppen Paraguays, darunter Körbe, Masken und Federarbeiten. Diese Exponate dokumentieren traditionelle Handwerkstechniken und spirituelle Praktiken der Guaraní, Ayoreo und weiterer Gemeinschaften. Das Museum fungiert als Zentrum für die Erhaltung und Vermittlung indigener Kulturtraditionen und zeitgenössischer paraguayischer Kunstentwicklung an neue Generationen.
Das Museum befindet sich an der Straße Grabadores del Cabichuí 2716, zwischen Cañada und Emeterio Miranda. Geöffnet ist Dienstag bis Samstag von 14:00 bis 20:00 Uhr. Öffentliche Verkehrsmittel verbinden das Viertel mit dem Stadtzentrum. Besucher sollten mindestens zwei Stunden einplanen, um alle drei Sammlungsbereiche zu erkunden. Der Museumsshop bietet handwerkliche Produkte zum Kauf.
Der Museumsshop arbeitet direkt mit Handwerkern aus verschiedenen Regionen Paraguays zusammen und verkauft authentische Keramik, Korbwaren und textile Arbeiten. Diese Produkte werden nach traditionellen Methoden hergestellt und bieten Käufern die Möglichkeit, lokale Gemeinschaften zu unterstützen. Die verkauften Gegenstände spiegeln die gleichen Techniken wider, die in den ethnografischen Sammlungen des Museums dokumentiert sind.
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