Agostinho Neto, Koloniales Plantagenkomplex in Lobata, São Tomé und Príncipe.
Agostinho Neto ist ein ehemaliger Plantagenkomplex in Guadalupe mit einem dreistöckigen Hauptpalast, Verwaltungsgebäuden, Arbeiterunterkünften und Verarbeitungsanlagen auf dem weitläufigen Gelände. Ein Museum im früheren Herrenhaus zeigt landwirtschaftliche Artefakte und Dokumente aus der Kolonialzeit.
Die Plantage wurde 1865 vom brasilianischen Kaufmann Gabriel Bustamante gegründet und entwickelte sich schnell zu einer bedeutenden Produktionsstätte. Bis 1910 entstand ein ausgedehntes Eisenbahnnetz zur Beförderung landwirtschaftlicher Erzeugnisse über das Gelände.
Die Siedlung erhielt 1975 ihren heutigen Namen zu Ehren des angolanischen Gründungsvaters und ersetzte damit die frühere Bezeichnung Rio do Ouro. Der Namenswechsel zeigt, wie Orte nach der Unabhängigkeit neue Identitäten annahmen.
Der Besuch des Ortes ist zu Fuß möglich, wobei man auf unebenes Gelände und teilweise einsturzende Strukturen treffen kann. Es ist sinnvoll, festes Schuhwerk zu tragen und sich Zeit für die Erkundung des gesamten Geländes zu nehmen.
Das Krankenhaus der Plantage, heute in Ruinen, prangte einst auf der Banknote zu 5000 Dobra von São Tomé und Príncipe. Diese Darstellung zeigt, wie bedeutsam die Anlage für die Geschichte des Landes war.
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