Alençon, Stadt in der Normandie, Frankreich
Alençon ist eine Stadt in der Normandie, an der Grenze zum Perche und zum Maine, mit einem alten Stadtkern aus Steinhäusern, Fachwerkhäusern und gepflasterten Gassen. Die Stadt liegt an der Sarthe und bietet neben religiösen Bauten wie der Basilika Notre-Dame auch das Schloss der Herzöge von Alençon und ein Museum der Schönen Künste und der Spitze.
Alençon war im Mittelalter ein wichtiger Herrschaftssitz, der von der Familie der Herzöge von Alençon kontrolliert wurde und während des Hundertjährigen Krieges eine strategische Rolle spielte. Im Laufe der Jahrhunderte wuchs die Stadt durch Handwerk und Handel, wobei die Spitzenklöppelei ab dem 17. Jahrhundert zu ihrer besonderen Stellung beitrug.
Alençon ist vor allem für seine Spitzenklöppelei bekannt, die zum immateriellen Weltkulturerbe der UNESCO gehört. Im Museum der Schönen Künste und der Spitze kann man die Handarbeit aus der Nähe bewundern und verstehen, wie viel Geduld ein einziges kleines Stück erfordert.
Das Stadtzentrum lässt sich gut zu Fuß erkunden, da die wichtigsten Sehenswürdigkeiten nah beieinander liegen. Es empfiehlt sich, am Morgen loszugehen, wenn auf dem Marktplatz Leben herrscht und die Straßen noch ruhig sind.
Die Eltern der heiligen Thérèse von Lisieux, Louis und Zélie Martin, wurden 2015 gemeinsam heiliggesprochen, als erstes Ehepaar der modernen Geschichte. Ihr Wohnhaus in Alençon ist noch heute zu besichtigen und zeigt das Alltagsleben der Familie im 19. Jahrhundert.
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