Setenil de las Bodegas, Höhlendorf in Andalusien, Spanien.
Setenil de las Bodegas ist eine Siedlung in Andalusien, deren Häuser direkt in massiven Felsformationen entlang des Guadalporcún-Flusses gebaut wurden. Die weißen Häuser nutzen die überhängenden Felsen als natürliche Dächer und bilden so eine einzigartige Verschmelzung zwischen Architektur und Landschaft.
Der Ort entstand in der Antike und wurde während der Reconquista mehrfach umstritten, bevor er 1484 unter christliche Kontrolle kam. Die Lage an einem strategisch wichtigen Flussübergang prägte seine Entwicklung als Siedlung in dieser schwer zugänglichen Bergregion.
Die Restaurants in den weißgetünchten Häusern servieren lokale Spezialitäten wie Wildspargeleintopf nach traditionellen Rezepten, die von Generation zu Generation weitergegeben werden. Die Zubereitung dieser Gerichte folgt noch immer den gleichen Methoden wie vor Jahrzehnten und zeigt die Verbundenheit der Bewohner mit ihrer Herkunft.
Das Dorf ist über eine gut ausgebaute Straße erreichbar und hat kostenlose Parkplätze im oberen Bereich neben der Calle San Sebastián. Die beste Zeit zum Erkunden ist früh am Morgen oder später am Nachmittag, wenn die Straßen weniger frequentiert sind.
Die Häuser wurden so in die Felsen integriert, dass die überhängenden Felsschichten die Innenräume im Sommer kühl und im Winter warm halten. Diese natürliche Isolationswirkung war lange Zeit ein entscheidender Grund dafür, dass Menschen ausgerechnet an diesem schwer zugänglichen Ort siedeln wollten.
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