Statue des Heiligen Guirec, Statue in der Bretagne, Frankreich
Die Statue des Heiligen Guirec ist eine steinerne Skulptur an der bretonischen Küste Frankreichs, die im Inneren eines kleinen mittelalterlichen Oratoriums auf einem Felsen am Rand des Meeres steht. Das Oratorium hat drei offene Seiten und eine geschlossene, ein spitzes Dach und vier Säulen, sodass die Figur von außen gut sichtbar ist.
Das Oratorium, das die Figur beherbergt, wurde zwischen dem 11. und 13. Jahrhundert errichtet und verbindet romanische und gotische Bauelemente. Die ursprüngliche Statue aus dem 14. Jahrhundert wurde 1904 in eine nahegelegene Kapelle überführt, und eine Kopie nahm ihren Platz ein; das Original erlitt in den 1930er Jahren Vandalismus.
Die Einheimischen betrachten den Heiligen Guirec seit jeher als Schutzpatron der Küste, und der Ort zieht bis heute Menschen an, die stillschweigend am Wasser beten oder kleine Gaben hinterlassen. Ein altes Volksglauben besagt, dass unverheiratete Frauen eine Nadel in die Nase der Figur stecken, um Glück in der Liebe zu finden.
Die Statue ist bei Ebbe zu Fuß erreichbar, wenn der Weg über die Felsen trocken liegt; bei Flut ist der Zugang durch Wasser abgeschnitten. Es empfiehlt sich, vor dem Besuch die Gezeiten zu prüfen und festes Schuhwerk zu tragen, da der Untergrund nass und rutschig sein kann.
Die Figur, die heute im Oratorium steht, ist eine Kopie; das echte Original aus dem 14. Jahrhundert befindet sich in der nahegelegenen Kapelle und trägt deutlich sichtbare Spuren des Vandalismus, der es in den 1930er Jahren entstellte. Viele Besucher wissen nicht, dass sie am Strand eine Nachbildung sehen, während das beschädigte Original nur wenige Schritte entfernt aufbewahrt wird.
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