Ria d'Étel, Bucht in Locoal-Mendon, Bretagne, Frankreich
Die Ria d'Étel ist eine Meeresbucht im Département Morbihan, in der Bretagne in Frankreich, die sich über etwa zwanzig Kilometer ins Landesinnere schlängelt. Sie besteht aus einem Netzwerk von Wasserläufen, kleinen Inseln, Austernbänken und Fischerhäfen, das sich je nach Gezeiten stark verändert.
Die Bucht entstand, als das Meer vor Millionen von Jahren in ein Flusstal eindrang und es überflutete. Der Bereich war seit der Antike besiedelt, wie die Überreste einer römischen Villa in der Nähe von Le Magouër belegen.
Die Auster-Farmen entlang der Ria sind bis heute in Betrieb, und man kann frische Austern direkt bei den Züchtern kaufen. Jeden Sommer findet in Étel ein Fest rund um den Thunfischfang statt, bei dem Musik, Tanz und lokale Küche gefeiert werden.
Die Ria lässt sich zu Fuß oder mit dem Fahrrad auf Küstenpfaden erkunden, die an kleinen Häfen und Stränden entlangführen. Im Sommer können von den Häfen aus Bootsausflüge gebucht werden, die einen anderen Blickwinkel auf die Bucht ermöglichen.
Der Eingang zur Ria wird von einer Sandbank bewacht, die sich mit Wind und Gezeiten verschiebt und im Laufe der Zeit viele Schiffbrüche verursacht hat. Ein Semaphor wurde gebaut, um Seeleuten die sicherste Durchfahrt zu zeigen, und ist noch heute in Betrieb.
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