Allée Couverte du Bois de la Plesse, Archäologische Stätte und Megalithgrab in Lithaire, Montsenelle, Frankreich
Die Allée Couverte du Bois de la Plesse ist ein prähistorisches Megalithgrab in Lithaire, in der Gemeinde Montsenelle im Département Manche in Nordfrankreich. Das Bauwerk besteht aus neun großen aufrechten Steinpfeilern, die einen überdachten Korridor bilden, der von West nach Ost ausgerichtet ist und einen Vorraum sowie eine Kammer umfasst.
Das Monument wurde wahrscheinlich gegen Ende der Jungsteinzeit errichtet, also vor etwa 4.000 Jahren, und diente vermutlich Bestattungs- oder Ritualpraktiken. Es wurde 1964 von einem Forscher entdeckt, woraufhin erste Ausgrabungsarbeiten begannen.
Die Allée Couverte du Bois de la Plesse ist eine der wenigen solcher Anlagen in der Normandie, da vergleichbare Strukturen vor allem in der Bretagne und in Irland zu finden sind. Dieser Umstand deutet auf mögliche Verbindungen zwischen den Menschen dieser Regionen in vorgeschichtlicher Zeit hin.
Die Stätte liegt inmitten einer ruhigen Waldlandschaft in der Nähe einer natürlichen Sandsteinrippe und ist zu Fuß gut erreichbar. Es gibt keine modernen touristischen Einrichtungen vor Ort, daher empfiehlt sich das Tragen fester Schuhe und das Einplanen ausreichend Zeit für die Anreise.
Bei der Ausgrabung des Monuments wurde im Inneren ein kleiner Tonanhänger mit einem bikonen Loch gefunden, ein seltener Fund für diese Art von Stätte. Solche Objekte werden oft mit rituellen oder symbolischen Praktiken in Verbindung gebracht und sind in der Normandie kaum überliefert.
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